Bias-Labor · Verhaltensökonomie zum Anfassen

Das Bias-Labor

Drei kurze Experimente führen Ihnen vor, wie verlässlich unsere Intuition uns beim Geld in die Irre führt. Sie entscheiden zuerst — die Auflösung kommt sofort, mit Quelle.

So funktioniert es

  1. 01Antworten Sie spontan, so wie Sie es tatsächlich täten.
  2. 02Direkt nach Ihrer Entscheidung folgt die Auflösung mit wissenschaftlichem Hintergrund.
  3. 03Nichts wird gespeichert oder übertragen — alle Ergebnisse bleiben nur auf diesem Gerät.

Experiment 1

Verlustaversion

Ein Angebot, das rechnerisch für Sie spricht — und sich trotzdem oft falsch anfühlt.

Wir werfen eine faire Münze. Bei Kopf gewinnen Sie € 1.500, bei Zahl verlieren Sie € 1.000. Nehmen Sie das Angebot an?

Experiment 2

Der Ankereffekt

Eine völlig zufällige Zahl — und doch beeinflusst sie gleich Ihre Schätzung. Probieren Sie es aus.

Ziehen Sie zunächst eine Zufallszahl. Sie hat mit der eigentlichen Frage nichts zu tun.

Experiment 3

Overconfidence & Kalibrierung

Fünf Schätzfragen. Sie geben nicht die genaue Zahl an, sondern eine Spanne, in der die Antwort mit 90 % Sicherheit liegt.

Wählen Sie Ihre Grenzen so, dass 9 von 10 Ihrer Spannen die richtige Antwort einschließen sollten — bei fünf Fragen also im Schnitt rund viereinhalb Treffer.

1. In welchem Jahr wurde die Wiener Börse gegründet?
Jahr
Jahr
2. Wie lang ist die Donau (von der Quelle bis zur Mündung)?
km
km
3. Wie hoch ist der Großglockner, Österreichs höchster Berg?
m
m
4. Wie groß ist die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und Mond?
km
km
5. Wie hoch ist der Gipfel des Mount Everest über dem Meeresspiegel?
m
m

Quelle: Russo, J. E. & Schoemaker, P. J. H. (1992). Managing Overconfidence. Sloan Management Review, 33(2), 7–17. — sowie Barber, B. & Odean, T. (2000). Trading Is Hazardous to Your Wealth. Journal of Finance, 55(2), 773–806.

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